🇸🇪 Öckerö mit dem Wohnmobil erleben – Schwedens entspannte Schäreninsel vor Göteborg
Öckerö in Schweden ist ein echter Geheimtipp für Wohnmobilreisende. In unserem Reisebericht zeigen wir euch die schönsten Fotospots, Wanderwege, die kostenlose Fährüberfahrt und geben praktische Tipps für euren Besuch der Schäreninsel vor Göteborg.
SCHWEDEN
7/22/20263 min read


Öckerö mit dem Wohnmobil erleben – Schwedens entspannte Schäreninsel vor Göteborg
Salzige Meeresluft, rote Bootshäuser, schroffe Granitfelsen und das beruhigende Rauschen der Ostsee – oder besser gesagt des Kattegats. Wer Schweden mit dem Wohnmobil bereist, sucht oft nach genau solchen Orten. Für uns war Öckerö einer dieser Plätze, an denen man unwillkürlich langsamer wird.
Öckerö – ein Geheimtipp in den Schären vor Göteborg
Nur rund 30 Minuten westlich von Göteborg beginnt eine völlig andere Welt. Die Insel Öckerö gehört zu den nördlichen Schären Göteborgs und ist Teil einer Inselgruppe aus zehn bewohnten Inseln. Anders als viele bekannte Reiseziele in Schweden geht es hier angenehm ruhig zu. Fischerboote schaukeln im Hafen, Möwen ziehen ihre Kreise und die Zeit scheint ein wenig langsamer zu vergehen.
Für Wohnmobilreisende ist Öckerö ein wunderbarer Zwischenstopp auf einer Schweden-Rundreise – besonders dann, wenn man Natur, maritime Atmosphäre und entspannte Wanderungen liebt.
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Die Anreise mit dem Wohnmobil
Schon die Anfahrt macht Lust auf mehr. Von Göteborg folgt ihr der Straße 155 bis zum Fährhafen Lilla Varholmen. Dort wartet bereits die Autofähre auf die Überfahrt.
Das Beste daran: Die Fähre nach Öckerö ist kostenlos.
Nach wenigen Minuten erreicht ihr die Insel und seid sofort mitten im Schärenleben. Die Fähre fährt regelmäßig und verbindet die Inseln zuverlässig mit dem Festland.
Gerade mit einem Wohnmobil fĂĽhlt sich diese Ăśberfahrt ein wenig wie der Beginn eines kleinen Abenteuers an.
Unser erster Eindruck
Kaum angekommen, fiel uns sofort auf, wie authentisch Öckerö geblieben ist.
Keine groĂźen Hotelanlagen. Keine ĂĽberfĂĽllten SehenswĂĽrdigkeiten.
Stattdessen begegnet man kleinen Bootswerften, gepflegten Holzhäusern, bunten Fischerbooten und freundlichen Schweden, die einem entspannt zunicken.
Es ist genau diese Mischung aus Natur und Gelassenheit, die den besonderen Reiz der Insel ausmacht.
Wandern entlang der KĂĽste
Wir lieben es, neue Orte zu Fuß zu entdecken – und Öckerö eignet sich dafür hervorragend.
Ein Spaziergang entlang der KĂĽste fĂĽhrt ĂĽber glatt geschliffene Granitfelsen, vorbei an kleinen Badebuchten und immer wieder zu fantastischen Aussichtspunkten ĂĽber das Meer.
Besonders die Westseite der Insel wirkt nahezu unberührt. Hier zeigt sich die typische Schärenlandschaft von ihrer schönsten Seite:
runde Granitfelsen
Heideflächen
kleine Buchten
ständig wechselnde Ausblicke aufs Meer
Wer gerne fotografiert, wird hier unzählige Motive finden – besonders morgens oder am Abend, wenn das warme Licht die Felsen golden färbt.
Das Hafenviertel – das Herz von Öckerö
NatĂĽrlich darf auch ein Besuch im Hafen nicht fehlen.
Hier spürt man sofort, dass die Fischerei noch immer zum Alltag gehört. Zwischen den Booten laden kleine Cafés zum Verweilen ein und mit etwas Glück beobachtet man Fischer beim Einlaufen.
Uns hat besonders gefallen, dass hier nichts kĂĽnstlich fĂĽr Touristen inszeniert wirkt. Alles wirkt ehrlich und authentisch.
Wer Lust auf eine kleine Pause hat, findet Cafés direkt am Wasser – perfekt für eine schwedische Fika mit Zimtschnecke und Kaffee.
Mit dem Wohnmobil auf Öckerö
Gerade als Wohnmobilfahrer sollte man wissen:
Auf Öckerö gibt es keinen klassischen Campingplatz. Das Übernachten ist ausschließlich auf ausgewiesenen Stellplätzen erlaubt. Wildcampen oder das Übernachten auf Parkplätzen ist in vielen Bereichen der Gemeinde ausdrücklich untersagt. Wer die Schären mit dem Wohnmobil erkunden möchte, sollte daher vorab einen offiziellen Stellplatz einplanen – beispielsweise in den Häfen der umliegenden Inseln oder bei saisonalen Stellplatzanbietern.
Unser Tipp:
Nutzt Öckerö als entspannten Tagesausflug oder verbindet mehrere Inseln der nördlichen Schären miteinander. Dank der Brücken und Fähren lassen sich Öckerö, Hönö und Hälsö wunderbar kombinieren.
Lohnt sich Öckerö?
Aus unserer Sicht eindeutig: Ja.
Nicht wegen spektakulärer Sehenswürdigkeiten.
Sondern wegen des besonderen GefĂĽhls, das dieser Ort vermittelt.
Öckerö ist einer dieser Plätze, an denen man automatisch langsamer wird. Man setzt sich auf einen warmen Granitfelsen, blickt hinaus aufs Meer und genießt einfach den Moment.
Gerade auf langen Wohnmobilreisen sind genau diese Orte oft die wertvollsten Erinnerungen.
Unsere Tipps fĂĽr euren Besuch
Beste Reisezeit: Mai bis September
Dauer: Halber bis ganzer Tag
Perfekt fĂĽr:
Wohnmobilreisende
Wanderer
Fotografen
Ruhesuchende
Schärenliebhaber
Nicht verpassen:
Kostenlose Fährüberfahrt
Hafen von Öckerö
KĂĽstenwanderung auf den Granitfelsen
Sonnenuntergang am Meer
Inselhopping nach Hönö oder Hälsö
Fazit
Wer Schweden nicht nur erleben, sondern fühlen möchte, sollte Öckerö unbedingt einen Platz auf seiner Reiseroute geben.
Die Insel zeigt eine Seite Schwedens, die oft übersehen wird: ruhig, authentisch und voller maritimer Schönheit. Für uns war sie kein Ort voller großer Attraktionen – sondern ein Ort voller kleiner Momente.
Und genau diese Momente machen eine Reise im Wohnmobil am Ende unvergesslich.





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