🇳🇴 Runde mit dem Wohnmobil – Puffins, Basstölpel und zwei unvergessliche Tage ❤️

Runde mit dem Wohnmobil: Wir wandern zu den Vogelfelsen, warten auf unsere ersten Puffins und erleben am nächsten Tag eine beeindruckende Felswand voller Basstölpel. Zwei besondere Tage auf einer ganz besonderen Insel. ❤️

NORWEGEN

9/16/20267 min read

Ankommen auf Runde – unser Stellplatz bei Goksøyr

Nach der Ankunft auf Runde fahren wir direkt zum Goksøyr Camping. Wir haben Glück und bekommen einen Stellplatz in der ersten Reihe. Viel besser hätten wir es uns für unseren Aufenthalt kaum wünschen können.

Die kleine Insel wirkt sofort anders. Ruhig, ursprünglich und irgendwie wild. Hinter dem Campingplatz beginnt bereits die Landschaft, wegen der wir eigentlich hierhergekommen sind: Berge, grüne Hänge, Schafe und das Meer direkt vor uns.

Am ersten Tag wollen wir nicht lange überlegen. Gegen 17 Uhr schnüren wir unsere Wanderschuhe und machen uns direkt vom Campingplatz aus auf den Weg zu den Vogelfelsen.

Unser Ziel: die Puffins. 🐧❤️

Allerdings merken wir schon nach den ersten Metern, dass die Wanderung nicht ganz ohne ist. Der erste Anstieg hat es ordentlich in sich. Aber je höher wir kommen, desto weiter wird der Blick und die Anstrengung gerät für einen Moment in den Hintergrund.

Oben angekommen, heißt es dann erst einmal: warten.

Denn die Papageitaucher kommen nicht einfach auf Bestellung.

Wir setzen uns, beobachten das Meer und schauen immer wieder hinüber zu den Felsen. Und natürlich fragen wir uns die ganze Zeit: Werden wir heute überhaupt einen Puffin zu sehen bekommen?

Zu Fuß zu den Puffins

Nach dem ersten steilen Anstieg wird die Landschaft immer weiter und offener. Vor uns liegen die grünen Hänge von Runde, dahinter nur noch das Meer. Der Weg führt über das Hochplateau und immer weiter in Richtung Vogelfelsen.

Wir laufen über Holzstege und schmale Wege, immer wieder bleiben wir stehen und schauen hinaus. Eigentlich müsste man die Puffins irgendwo sehen können – aber zunächst entdecken wir keinen einzigen.

Also heißt es: Geduldig sein.

Gegen Abend machen wir es uns an den Vogelfelsen gemütlich und warten darauf, dass die kleinen Papageitaucher vom Meer zurückkommen. Denn genau dann besteht die beste Chance, sie zu beobachten.

Und während wir dort sitzen, merken wir, dass allein dieser Ort schon etwas Besonderes ist. Die Weite, das Meer, die steilen Felsen und die vielen Vögel um uns herum – selbst ohne Puffin wäre diese Wanderung ein Erlebnis.

Aber natürlich hoffen wir weiterhin.

Denn genau dafür sind wir nach Runde gekommen. ❤️

Und dann war er plötzlich da – unser erster Puffin ❤️

Und dann, nach all dem Warten, passiert es plötzlich.

Gegen halb acht kommen die ersten kleinen Papageitaucher vom Meer zurück.

Und tatsächlich entdecken wir unseren ersten Puffin.

Wir hatten diese kleinen Vögel schon so oft auf Bildern gesehen. Aber jetzt stehen wir selbst hier oben auf Runde und beobachten ihn draußen in freier Natur. Irgendwie können wir es im ersten Moment kaum glauben.

Da ist er – unser erster Puffin. ❤️

Wir bleiben ganz still und beobachten das Geschehen. Immer wieder fliegen die kleinen Vögel hinaus aufs Meer und kommen zurück zu den Felsen. Es ist genau dieser Moment, auf den wir gehofft haben.

Und plötzlich sind die Anstrengung des Aufstiegs und das lange Warten völlig vergessen.

Für genau solche Augenblicke sind wir unterwegs.

Wir bleiben noch eine ganze Weile dort oben, bevor wir uns schließlich wieder auf den Rückweg machen. Gegen 21 Uhr sind wir zurück am Campingplatz.

Und kaum sind wir wieder am Wohnmobil angekommen, beginnt es zu regnen.

Was für ein Timing! 😄

Tag 2 auf Runde – auf zu den Basstölpeln

Am nächsten Morgen zeigt sich Runde wieder von seiner typisch norwegischen Seite. Der Himmel ist wolkig, dazu kommen Wind und immer wieder Regen. Aber davon lassen wir uns nicht abhalten.

Heute wollen wir noch einmal los. Dieses Mal geht es nicht zu den Puffins, sondern zu den Brutplätzen der Basstölpel.

Die Wanderung startet wieder direkt am Campingplatz. Rund 5,5 Kilometer liegen vor uns und etwa 240 Höhenmeter müssen wir bewältigen. Unsere reine Gehzeit beträgt am Ende 1 Stunde und 24 Minuten.

Nach der Wanderung vom Vortag merken wir die Beine allerdings noch deutlich. 😅 Trotzdem ziehen wir die Wanderschuhe an und machen uns auf den Weg.

Das Wetter macht die Tour nicht unbedingt leichter, aber die Landschaft entschädigt uns dafür. Je weiter wir nach oben kommen, desto weiter wird der Blick über die Insel und das Meer.

Und wir wissen: Irgendwo dort vorne warten die Basstölpel auf uns.

Noch ahnen wir allerdings nicht, was für ein Anblick uns dort oben erwartet. ❤️

Eine Felswand voller Basstölpel

Je weiter wir über das Hochplateau laufen, desto schöner werden die Ausblicke. Immer wieder öffnet sich der Blick auf das Meer und die Küste von Runde.

Der Weg ist inzwischen deutlich entspannter geworden und wir genießen die Landschaft, obwohl uns Wind und Wetter ordentlich begleiten.

Dann erreichen wir den Leuchtturm von Runde.

Er steht dort draußen in der Landschaft, umgeben von Meer und Felsen. Wir bleiben einen Moment stehen und genießen einfach diesen besonderen Ort.

Doch unser eigentliches Ziel liegt noch ein kleines Stück weiter.

Und dann sehen wir sie.

Eine ganze Felswand voller Basstölpel.

Überall sitzen sie in den Klippen. Einige stehen dicht an dicht auf den Felsvorsprüngen, andere fliegen hinaus aufs Meer und kommen kurze Zeit später wieder zurück.

Wir können unseren Blick kaum von diesem unglaublichen Schauspiel lösen.

Nach den Puffins am Vortag ist das schon die nächste ganz besondere Begegnung mit der Vogelwelt von Runde.

Wir stehen einfach nur da und staunen.

Der Rückweg – zwei Tage voller besonderer Momente

Mit den Bildern der Puffins und Basstölpel im Kopf machen wir uns langsam wieder auf den Rückweg.

Und auch auf dem Rückweg zeigt Runde noch einmal, warum wir diese Insel so besonders fanden. Schafe stehen am Weg, der Blick reicht weit über das Meer und immer wieder sehen wir die rauen Klippen, die die Küste prägen.

Nach zwei Tagen auf Runde sind wir ziemlich geschafft. Besonders die zweite Wanderung mit Wind und Regen hat uns einiges abverlangt.

Aber genau diese zwei Tage werden uns lange in Erinnerung bleiben.

Wir haben gewartet, gehofft und tatsächlich unseren ersten Puffin gesehen. Am nächsten Tag standen wir dann vor einer Felswand voller Basstölpel.

Zwei Tage, zwei Wanderungen und ganz besondere Begegnungen mit der Natur. ❤️

Und genau dafür hat sich der Weg nach Runde für uns gelohnt.

Runde mit dem Wohnmobil – praktische Infos

Runde lässt sich wunderbar mit dem Wohnmobil erkunden. Wir standen auf dem Goksøyr Camping und konnten unsere erste Wanderung direkt von dort aus starten.

Gerade das fanden wir sehr angenehm: Wohnmobil abstellen, Wanderschuhe an und los geht’s. Für uns war der Campingplatz deshalb der ideale Ausgangspunkt für die beiden Tage auf der Insel.

Unsere Wanderungen auf Runde

Tag 1 – Puffins:
Start gegen 17 Uhr, steiler Aufstieg zu den Vogelfelsen und anschließend Warten auf die Papageitaucher. Gegen 19:30 Uhr konnten wir die ersten Puffins beobachten. Gegen 21 Uhr waren wir wieder am Campingplatz.

Tag 2 – Basstölpel:
Ca. 5,5 Kilometer, etwa 240 Höhenmeter und 1:24 Stunden reine Gehzeit. Das Wetter war deutlich ungemütlicher: wolkig, windig und immer wieder Regen.

Unser Tipp für Runde

Wenn ihr wegen der Puffins nach Runde kommt, plant genügend Zeit ein und lasst euch nicht entmutigen, wenn ihr zunächst keine seht.

Wir mussten ebenfalls warten – aber genau dieses Warten hat sich für uns gelohnt. ❤️

Und nehmt auf jeden Fall vernünftige Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung mit. Das Wetter auf Runde kann sich schnell ändern und der Weg zu den Vogelfelsen ist stellenweise durchaus anspruchsvoll.

Unser Fazit – zwei Tage, die wir nicht vergessen werden ❤️

Runde hat uns in diesen zwei Tagen genau das gegeben, was wir uns erhofft hatten – und gleichzeitig viel mehr.

Wir wollten die Puffins sehen. Und tatsächlich durften wir unseren ersten Papageitaucher in freier Natur beobachten. Allein dieser Moment wird uns noch lange begleiten.

Am nächsten Tag kamen dann die Basstölpel dazu. Eine ganze Felswand voller Vögel, das Meer vor uns und dieses unglaubliche Gefühl, mitten in dieser wilden Natur zu stehen.

Natürlich waren die Wanderungen nicht immer einfach. Der steile Aufstieg am ersten Tag, die 240 Höhenmeter am zweiten Tag und dazu Wind und Regen haben uns ordentlich gefordert.

Aber genau das gehört für uns zu solchen Erlebnissen dazu.

Wir würden Runde jederzeit wieder besuchen.

Nicht nur wegen der Puffins.

Nicht nur wegen der Basstölpel.

Sondern wegen dieser besonderen Mischung aus rauer Landschaft, Meer, Tieren und dem Gefühl, für einen Moment ganz nah an der Natur zu sein.

Runde war für uns definitiv eines der besonderen Erlebnisse unserer Norwegenreise. ❤️

Und wenn wir an diese beiden Tage zurückdenken, sehen wir vor allem eines vor uns:

unseren ersten Puffin – und eine Felswand voller Basstölpel.

Blick aus dem Wohnmobilfenster auf das Nordmeer
Blick aus dem Wohnmobilfenster auf das Nordmeer
Wohnmobil auf dem Campingplatz Goksøyr
Wohnmobil auf dem Campingplatz Goksøyr
Dieter schaut auf das Nordmeer von einem Berg der Insel Runde
Dieter schaut auf das Nordmeer von einem Berg der Insel Runde
Basstölpel auf der Insel Runde auf einem Felsen
Basstölpel auf der Insel Runde auf einem Felsen
Felswand auf der Insel runde voller Brutstätten der Basstölpel
Felswand auf der Insel runde voller Brutstätten der Basstölpel
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